Starke Kinder brauchen eine starke Lobby - Kinderrechte ins Grundgesetz

Matthias Portrait
 

Die SPD will in Deutschland die Kinderrechte weiter stärken und das Grundgesetz entsprechend ergänzen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch macht anlässlich des Weltkindertages am 20. September deutlich: „Beim Thema Kinderrechte ins Grundgesetz lässt die SPD nicht locker. Ihre Aufnahme wäre ein klares Signal an die Rechtsprechung und die Gesellschaft, das Wohl des Kindes stärker in den Mittelpunkt zu stellen.“

Insbesondere das Recht auf bestmögliche Förderung und die verfassungsrechtliche Garantie von kindgerechten Lebensbedingungen fehlen bislang im Grundgesetz. Die SPD-Fraktion hat daher eine entsprechende Ergänzung des Art. 6 GG vorgeschlagen. Das von zahlreichen Organisationen getragene „Aktionsbündnis Kinderrechte“ unterstützt die Forderung der SPD, Kinderrechte in der Verfassung zu verankern. Miersch hatte in diesem Zusammenhang bereits im Jahr 2007 die UNICEF Aktion „Kinderrechte ins Grundgesetz! Ich bin dafür.“ unterstützt, die mit einer großen Anzeige und allen Unterstützern für dieses wichtige Thema geworben hat.

Eine solche Änderung des Grundgesetzes würde mittel- bzw. langfristig ihre Wirkung entfalten. So würde es zu einem Wandel der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und der Rechtspraxis kommen. Die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen fänden beispielsweise in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Bildungspolitik oder im Baurecht eine stärkere Berücksichtigung als bisher.

Eine Grundgesetzänderung ist nur mit einer Zweidrittelmehrheit zu erreichen. Es ist nun an der Union, nicht länger zu zögern und ebenfalls für eine Stärkung der Kinderrechte einzutreten. Den Worten der Kanzlerin sollten Taten folgen. Miersch fordert daher die Unionsabgeordneten auf, ihre Haltung zu überdenken und den Weg für die Aufnahme von Kinderrechten in die Verfassung frei zu machen.

Die SPD setzt sich erfolgreich für kindgerechte Lebensbedingungen ein und hat den Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung und Betreuung ab eins durchgesetzt. Damit werden die Startchancen der Kinder und die Möglichkeiten von Eltern, Familie und Beruf zu vereinbaren, verbessert.

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