Matthias Miersch besucht mit Hubertus Heil das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde

Matthias Miersch besuchte auf seiner Sommerreise seinen Bundestagskollegen Hubertus Heil in dessen Wahlkreis. Ziel war das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde. Gemeinsam mit der Leiterin Bärbel Rogoschik, Mitarbeiter Joachim Neumann sowie dem ehrenamtlichen Mitarbeiter Uwe Rinkel wurde über verschiedene Themen des Arten- und Umweltschutzes gesprochen, darunter auch über Probleme, die sich aus einem unbedachten Umgang mit exotischen Tieren ergeben.
"Es ist zum Trend geworden, exotische Tiere als Haustiere zu halten", so Rogoschik, "dabei ist besonders die Haltung von Reptilien äußerst anspruchsvoll." Die Menschen müssten mehr für diese Problematik sensibilisiert werden und sich die Anschaffung eines solchen Tieres gründlich überlegen. Miersch und Heil waren sich einig darüber, das Thema mehr in den Fokus rücken zu müssen und die Menschen darüber aufzuklären, was es heißt, ein exotisches Tier wie einen Leguan im Privathaushalt zu halten.
Genau eine solche Umweltbildung findet im NABU-Zentrum Leiferde seit Jahren statt. Schulklassen und Kindergärten besuchen die Institution, um mehr über einheimische Wildtiere, aber auch über die exotischen Tiere zu erfahren. Dabei ginge es laut Leiterin Rogoschik insbesondere darum, ein richtiges Naturbewusstsein zu vermitteln, das weder aus zu viel Tierliebe noch aus Gleichgültigkeit bestehen sollte. In der Artenschutzstation in Leiferde werden gefundene und beschlagnahmte Tiere versorgt, aufgezogen und gestärkt, bis eine Auswilderung möglich ist. Exotische Tiere werden an zoologische Gärten gegeben. Pro Jahr werden etwa 2000 Tiere in Leiferde abgegeben, darunter besonders viele Schildkröten, die größtenteils ausgesetzt wurden. Auch seien die meisten Tiere bei ihrer Einlieferung in einem katastrophalen, lebensbedrohlichen Zustand. Diese Problematik gilt es einzudämmen. Die beiden Abgeordneten hoffen dabei auf die Mithilfe der Gesellschaft: „Die Themen Umwelt- und Naturschutz haben einen großen Rückhalt in unserer Gesellschaft. Daher wäre es umso wichtiger, mit einer noch stärkeren Umweltbildung für dieses Thema zu sensibilisieren.“
Dem Gespräch folgte ein Rundgang durch das Zentrum. Höhepunkt dabei war die Auswilderung zweier Turmfalken. Aus den Händen von Matthias Miersch und Hubertus Heil wurden sie nach etwa zweimonatigem Aufenthalt in Leiferde wieder in die Freiheit entlassen.

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