Umweltpolitik trifft Industriepolitik in Sehnde
03. September 2008
Mit Garrelt Duin hatte Matthias Miersch den industriepolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion in seinem Wahlkreis zu Gast. Das HOLCIM Zementwerk in Sehnde-Höver erwies sich hierbei als ideale Wahl. Die Kombination von Werksbesichtigung mit anschließender Diskussionsveranstaltung war die richtige Mischung für ein Besuchsprogramm.
Michael Feist, Garrelt Duin,
Matthias Miersch,
Silke Lesemann
und Olaf Weinel.
Die beiden SPD-Parlamentarier wurden von HOLCIM-Werksleiter Marius Seglias begrüßt und durch das Werk geführt. Bereits vor 20 Jahren wurden im HOLCIM Zementwerk, damals noch Nordcement, die Weichen für nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Energieein-
sparung und Umweltschutz gelegt und damit Maßstäbe gesetzt. Was damals eher noch unüblich war und heute gesetzliche Auflage ist, trägt seine Früchte. Im Denken und Handeln immer einen Schritt voraus zu sein, ist ausschlaggebend bei Baumaßnahmen. Geringerer Energieverbrauch, weniger CO²-Ausstoß sind die Ziele. Der Umweltbeauftragte Bernd-Henning Reupke ist bei den Planungen immer eingebunden.
Nach der Werksbesichtigung konnten Miersch und Duin bei ihrer SPD-Bundestags-
fraktion vor Ort-Veranstaltung in der HOLCIM-Kantine mehr als 100 Gäste begrüßen. "Die Entwicklung der Energiepreise" wurde von allen Seiten ausgeleuchtet und diskutiert. Auf dem Podium saßen neben den Abgeordneten Duin und Miersch der Vorsitzende der Stadtwerke Hannover, Michael Feist, sowie Olaf Weinel von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann moderierte die Veranstaltung.
Sozialtarif, Gewinne der Energieversorger, Preisgestaltung und Preisdiktat waren die brennenden Fragen. Beide Bundespolitiker sprachen sich ebenso wie Michael Feist und Olaf Weinel gegen Sozialtarife aus. Die Energieversorger seien nicht dazu in der Lage, über die Besürftigkeit ihrer Kunden zu befinden. Vielmehr wäre die Einführung von Standardtarifen ein möglicher Weg, jeden einzelnen Verbraucher selber entscheiden zulassen, wie viel Energie benötigt wird. "Wer mehr verbraucht, muss auch deutlich zur Kasse gebeten werden", so Matthias Miersch. Er ist auch für die Verpflichtung der Industrie energetisch immer auf dem neuesten Stand zu sein.
Die Kombination dieses Tages in Sehnde-Höver fand bei allen Beteiligten großen Anklang. Matthias Miersch wird weiter mit viel Engagement seine Veranstaltungen durchführen.