80 Besucher bei Energiepolitik-Veranstaltung in Gehrden

Kurz vor Veranstaltungsbeginn füllte sich die Festhallt Am Castrum in Gehrden. Neben den rund 80 interessierten Bürgerinnen und Bürgern hatten auch einige Aussteller auf Anfrage von Matthias Miersch den Abend genutzt, um über neue Energien zu informieren.
Zu Beginn der Veranstaltung musste Matthias Miersch seine Kollegin Edelgard Bulmahn entschuldigen. Aufgrund einer Sondersitzung der SPD-Bundestagsfraktion musste die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages bereits vorzeitig nach Berlin aufbrechen.
Aber schnell erfolgte dann auch der Einstieg ins Thema. Matthias Miersch führte mit seinem Eingangs-Statement ein: "Unser Energiebedarf wächst mit jedem Tag. Was können wir tun? Fakt ist, wir müssen energieeffizienter wirtschaften und Energie einsparen. Tatsache ist auch, dass die Branche der Zukunftstechnologien eine große Chance für die deutsche Wirtschaft bietet.
Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen können ihren Beitrag zur Einsparung von Energie leisten. Landwirte heizen mit Holz oder bauen eigene Anlagen zur Produktion von Strom und Wärme aus Biomasse. Das Parlament hat beschlossen, die energetische Sanierung von Gebäuden künftig mit jährlich 1,4 Mrd. Euro mit dem neu gestalteten CO2-Gebäudesanierungsprogramm zu fördern. Aber die Frage heute soll sein: Was kann man vor Ort tun?
Eine mögliche Antwort formuliere Horst Seide, Landwirt und Biogasanlagenbetreiber aus Lüchow-Dannenberg: "Im Anbau von Rohstoffen zur Energieerzeugung liegen Zukunftschancen. Die Landwirtschaft wird sich umstrukturieren. Die Angst vor stinkendem Biogas ist unbegründet. Neue Anlagen und Bestimmungen schränken Geruchsbelästigungen ein."
Laatzens Bürgermeister Hauke Jagau berichtete über den Bau einer Niedrigenergiesporthalle in Laatzen und stellte die wohl sehr zutreffende Frage: Wer soll vormachen, dass es funktioniert, wenn nicht die öffentliche Hand?
Und Udo Sahling von der Klimaschutzagentur der Region Hannover stellte fest: "Es ist uns gelungen, 3000 Arbeitsplätze im Bereich alternativer Energien in der Region zu schaffen."
Abschließend sagte Matthias Miersch: Wenn Sie jetzt nach Hause gehen und sagen, ja, ich will Energie sparen, hat sich die Veranstaltung schon gelohnt.

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