Jugendbeirat Laatzen auf Stippvisite im Deutschen Bundestag

Bild: DBT/Inga Haar

Am Mittwoch der vergangenen Woche (20.06.2018) erhielt der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch gleich mehrfach Besuch aus seinem Wahlkreis Hannover -Land II. So warf unter anderem der Jugendbeirat Laatzen auf Einladung des Abgeordneten einen Blick hinter die Kulissen des Deutschen Bundestages.

Miersch, der seinerzeit das Jugendparlament Laatzen, den Vorläufer des aktuellen Jugendbeirats mitgegründet hatte, berichtete den Jugendlichen ausführlich aus dem Alltag eines Abgeordneten und ging auf die Verschiedenheiten der Berliner Sitzungs- sowie der Wahlkreiswochen ein.

Im Anschluss daran waren die politisch engagierten Jugendlichen am Zug, dem Stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Fragen zu stellen und gemeinsam mit ihm zu diskutieren. Für viel Gesprächsstoff sorgte so mitunter das Thema Rente: Nicht erklären konnten sich die jungen Laatzener, warum in dem so wichtigen Bereich – der viele Generationen gleichermaßen betrifft – bisher so wenig passiert sei, obwohl die Probleme doch so dringlich und offensichtlich seien. „Es ist hier besonders schwer, einen Konsens zu finden, da bei dieser Thematik viele unterschiedliche Interessen aufeinander prallen. Unser demokratisches System lebt von der Kompromissfindung. Das führt dazu, dass manche Prozesse, beispielsweise rund um die Rentenfrage, mitunter sehr langwierig sein können“, erläuterte der Sozialdemokrat.

Ebenfalls tauschten sich die Anwesenden über die Themen Klimaschutz und Kohleausstieg aus. Miersch, ganz in seinem Element, berichtete von der mittlerweile eingesetzten „Kohlekommission“, deren Aufgabe es vor allem sein werde, ein Abschlussdatum für den Kohleausstieg festzulegen und konkrete Maßnahmen zur Verringerung der Lücke und weitestgehenden Erreichung des Klimaziels 2020 zu bestimmen: „Die größte Herausforderung der Kommissionsarbeit dürfte darin bestehen, gemeinsam einen Konsens zu finden, der über Jahrzehnte hinweg tragen wird. Ein solch tiefgreifender Strukturwandel lässt sich nur bewältigen, wenn er auch vor dem Hintergrund sozialer Gerechtigkeit gestaltet wird“, betonte Miersch, der Mitglied der Kommission ist.